Stative und Co
30. März 2009 - AusrüstungFür verwacklungsfreie Aufnahmen bei wenig Licht und auch für Langzeitaufnahmen benötigt man eine stabile und feste Unterlage. Hierfür bieten sich als kostenlose alternative alle festen Gegenstände wie Mauern, Bänke usw an, auf denen man die Kamera ablegen kann, ohne das sie runterfällt. Die Nachteile dieser Möglichkeit zeigen sich auch schnell. So kann man den Bildwinkel selten so wählen, wie man es gerne möchte, da man in der Regel auf die rein horizontale Ausrichtung beschränkt ist. Die vertikale Ausrichtung kann man nur ganz selten verändern. Bleibt für eine flexible und optimale Lösung nur die kostenpflichtige Variante. Hier gibt es das klassische Dreibein, welches, sofern nicht aus dem Billigsegment, sehr stabil, aber auch unhandlich ist. Deshalb schleppt man es nur dann mit, wenn man weiß, dass man es brauchen wird. Als Beispiel sei hier die Nachtaufnahme genannt.
Braucht man nur eine Stütze für zum Beispiel Teleaufnahmen am Tage oder für Aufnahmen, wo ein Dreibein nicht aufgestellt werden kann oder darf, empfiehlt sich ein Einbein. Als Beispiel seien hier Konzertaufnahmen genannt.
Übrig bleiben dann noch weitere Stative wie Tischstative, Diese erachte ich als relativ nutzlos, da sie meist nur kleine Kompakte tragen, die man durchaus auch so auf den Tisch stellen kann. Im Hause hat man sowieso meist genug Alternativen als Unterlage wie Tisch und Bücher. Außerhalb von Wohnungen sind sie nur sehr selten zu gebrauchen.
Viel interessanter sind da schon Bohnensäcke oder flexible Stative wie die Gorillapods, die man sehr gut nur mal so mitnehmen kann, ohne das sie großartig stören. Geeignete Objekte vorausgesetzt, lassen sie sich recht flexibel einsetzen. Hat man erstmal das richtige Stativ für sich gefunden, geht es weiter mit der Wahl eines Stativkopfes. Will man hier flexibel sein, so empfiehlt es sich, ein modulares System zu wählen, welches man kombinieren kann. Wenn man nicht nur eine Kamera hat, sollte man auch darauf achten, dass man Schnellwechselplatten hat, um ein schnelles Wechseln der Kamera auf dem Stativ oder die nervige Montage der selbigen auf dem Stativ zu erleichtern. Der Markt für die Köpfe ist recht bereit gefächert und für jede Anwendung gibt es die optimale Lösung. Für den Normalfall empfiehlt sich ein Kugelkopf, der sich leicht und schnell justieren lässt. Für alle anderen speziellen Fälle wie Panorama oder Macro muss man für sich selber entscheiden, ob man hierfür einen Spezialkopf benötig oder ob es auch der normale Kugelkopf tut. Bleibt zum Schluss nur zu sagen; die preiswerten Stative taugen nach meiner Erfahrung überhaupt nichts. Bei einer leichten Kamera muss man Angst haben, dass ein laues Lüftchen sich auf dem Bild verewigt und bei einer schwereren, dass das Stativ aufgrund der doch recht wackligen Bauweise zusammenbricht.






